Unterland Jugend 2025/26
Kreisjugendliga Unterland Süd
Öffentliche Staffelrundschreiben
Mannschaftsinformationen
Betreff: mit Anhang
Stellungnahme der Schachabteilung des Vereins Post SG Schwäbisch Hall zum geplanten Wechsel des Schachbezirks
Verehrte Schachfreundinnen und Schachfreunde!
Nach den Plänen des Schachverbands Württemberg soll unsere Schachabteilung ab der Saison 2027/28 nicht mehr am Spielbetrieb des Bezirks Unterland, sondern des Bezirks Ostalb teilnehmen.
Wir sind damit nicht nur nicht einverstanden, sondern sehen uns mit der speziellen Struktur unserer Abteilung außerstande, unsere Mannschaften aufrecht zu erhalten und erwägen ernsthaft, den Spielbetrieb einzustellen. Das haben wir auch mehrfach mitgeteilt.
Zu der Mitgliederstruktur unserer Abteilung: Wir haben zur Zeit (Saison 25/26) zwei Mannschaften im offenen Bereich, in der Kreisklasse (auf Aufstiegskurs) und in der B-Klasse. In diesen beiden Mannschaften gibt es nur zwei erwachsene Stammspieler, ganz überwiegend sind sie mit Kindern und Jugendlichen besetzt. Darüber hinaus nehmen wir mit drei Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil, eine in der Bezirksjugendliga und zwei in der Kreisjugendliga. In der von unserem Abteilungsleiter Peter Schmid initiierten und organisierten Beginnerliga haben wir eine weitere Mannschaft, die aufgrund der Vielzahl der Kinder und Jugendlichen im Verein in wechselnden Besetzungen spielt. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass unsere Abteilung zu den Aktivposten in der Jugendarbeit in unserem Schachbezirk zählt, nicht von ungefähr ist unser Abteilungsleiter auch Bezirksjugendleiter.
Im Bezirk Unterland gibt es die Bezirksjugendliga, zwei Staffeln Kreisjugendliga und zwei Staffeln Beginnerliga (ausschließlich Jugendliche).
Welche Struktur finden wir nun im Bezirk Ostalb vor?
Es gibt im Bezirk Ostalb keine einzige reine Jugendliga. Gegen wen sollen unsere Kinder und Jugendlichen spielen, wenn sie noch nicht die Turnierreife für die offene Klasse haben? Wir müssten selbst unsere eigenen Turniere veranstalten. Dass wir dann darüber hinaus noch den ganzen Jugendbetrieb für einen anderen Bezirk organisieren, ist nicht nur völlig abwegig, sondern auch praktisch unmöglich, wie wir noch ausführen werden.
Natürlich haben wir genau dasselbe Ziel wie alle anderen Vereine mit viel Jugendarbeit auch: Die Integration von wirklich begabten und motivierten Spielerinnen und Spielern in die offenen Klassen. Unsere erste Mannschaft kann realistisch mittelfristig in der Bezirksliga (langfristig auch höher) spielen, letztes Jahr haben wir den Aufstieg um einen Mannschaftspunkt verpasst, dieses Jahr haben wir ihn vor dem letzten Spieltag in der
eigenen Hand. Zudem erscheint eine weitere Kreisklassenmannschaft durchaus möglich.
Im Bezirk Ostalb gibt es zum Zweck der Integration eine einzige Beginnerliga in der offenen Klasse (Schwäbisch Gmünd) an vier Brettern. Schon das allein würde uns erheblich einschränken. Das entscheidende Argument gegen eine Teilnahme an dieser Liga ist jedoch die für uns absolut unangemessene Fahrzeit. Ich führe kurz die Entfernungen und Fahrzeiten, gemessen an den Mannschaften in der Beginnerliga Schwäbisch Gmünd, Saison 25/26, für uns auf:
Mannschaft
(Tabelle Entfernungen SHA-Ostalb)
Das sind in der alleruntersten Beginnerliga bei vier Jugendmannschaften schlicht unzumutbare Fahrtzeiten für Partien, die oft kürzer dauern als die einfache Fahrtstrecke! Unter diesen Bedingungen ist eine Integration von Neulingen in den Spielbetrieb praktisch unmöglich, insbesondere, weil wir in unserer Schachabteilung viel zu wenige Erwachsene haben, die die Kinder auf diesen weiten Fahrten begleiten könnten – bei insgesamt sechs aktiven Mannschaften!
Mit unserer ersten Mannschaft streben wir realistisch mindestens die Bezirksliga an. Während dies im Schachbezirk Unterland durch die vielen Mannschaften im Heilbronner Umland absolut zumutbar ist (dazu kommen ja auch noch die ‚Nachbarn‘ aus Öhringen oder Künzelsau), könnten wir das im Bezirk Ostalb kaum leisten, da jedes einzelne Auswärtsspiel Fahrtzeiten von sechzig bis neunzig Minuten mit sich bringen würde.
Wir verstehen, dass wir auch im Bezirk Unterland am Rand liegen. Aber Schwäbisch Hall gehört nun einmal deutlich eher zur Region Heilbronn/Hohenlohe, und nicht zur Ostalb, sowohl was die Tradition als auch was die Fahrzeiten angeht. Wir verstehen auch, dass der Bezirk Ostalb Schwierigkeiten hat. Vielleicht möchte man mit unserem Verein den Bezirk Ostalb ‚lebendiger‘ machen, was die Jugendarbeit, die Mitgliederzahlen und die Vereinsstruktur angeht. Damit wären wir jedoch komplett überfordert. Es ist ja auch schwer zu verstehen, wie man einem ländlich geprägten, flächenmäßig großen Bezirk dadurch hilft, dass man ihn flächenmäßig noch vergrößert. Das Ergebnis wäre nicht mehr Jugendarbeit im Bezirk Ostalb, sondern weniger im Bezirk Unterland, und weniger schachspielende Kinder und Jugendliche insgesamt. Wir glauben nicht, dass das im Interesse des Schachverbands Württemberg liegt.